Case Studie: Vernetzung von Homepage und Facebook für Orangerie Innsbruck

Heute will ich euch am Beispiel unseres Kunden Orangerie Innsbruck zeigen, wie man die Vernetzung von Homepage und Facebook optimal lösen kann. Wir haben dabei auch schon die Möglichkeiten der neuen Timeline Facebook Apps berücksichtigt und somit  die Orangerie in der Maria-Theresien-Straße in Innsbruck auch online einen Schritt vor den Mitbewerb gebracht.

Neues Webdesign für frischen Wind

Zuerst musste das in die Jahre gekommene Webdesign der Orangerie Homepage abgestaubt und erneuert werden. Ein Redesign löste dieses Problem und stellte auch die Wiedererkennung mit dem Lokal her, das, genau wie die Homepage, in orange und schwarz gehalten ist. Inhaltlich wurde Wert auf die Vorteile der Orangerie gelegt und Sonntagsbrunch, hervorragendes Essen im Restaurant, gechilltes Ambiente an der Bar usw. hervorgestrichen. Auch die Aktivitäten auf Facebook bekamen einen eigenen Menüpunkt und so musste man nicht erst auf Facebook wechseln, um zu begreifen, dass die Orangerie sozial sehr engagiert ist.

Die Homepage der Orangerie Innsbruck im neuen Webdesign

Die Homepage der Orangerie Innsbruck im neuen Webdesign

Social Plugins zum Teilen von Inhalten

Um die Inhalte auf Facebook, Google+ und Twitter zu verteilen und so auch einen wesentlichen Beitrag zu SEO Suchmaschinenoptimierung zu leisten, wurden die Teilen, Tweet und Google+ Buttons prominent auf jeder Seite platziert. Natürlich ist die Homepage auch mit Opengraph Daten ausgestattet, da dieses Format nicht nur von Facebook gelesen werden kann, sondern auch Google darauf zurückgreift (welch Zufall ;-) ). Mit diesen Open Graph Angaben lässt sich – vereinfacht gesagt – der Inhalt eines Postings auf Facebook oder Google+ steuern.

Facebook Fotowettbewerb statt Facebook Deals offline und online

Im nächsten Schritt brauchten wir eine Aktion die Aufsehen erregt. Die geplante Aktion fiel leider der Willkür von Facebook zum Opfer und so wurden Facebook Deals zwar von Facebook genehmigt und für Administratoren der Fanpage angezeigt, konnten aber von den Usern nicht genutzt werden. Bis Plan B an den Start ging kümmerten wir uns um die Vernetzung offline mit online. Ein Thema das leider oft missachtet wird. Kommt man heute in die Orangerie wird man sofort auf Gratis WLAN und die Präsenz auf Facebook hingewiesen. Die Anzahl der CheckIns auf Facebook macht weitere Worte über den Erfolg dieser Maßnahme überflüssig.

Mittlerweile war auch die alternative Aktion – ein Fotowettbewerb – online und die Anzahl der Fans wurde im Zeitraum des Wettbewerbs verdreifacht, obwohl der Fotowettbewerb location based nur auf Innsbruck und die Nahe Umgebung ausgerichtet war. Natürlich werden Aktionen auf Facebook in der Orangerie auch auf der Homepage vorgestellt.

Facebook Apps auf der neuen Facebook Timeline

Mit Einführung der Timeline wurden die Vorteile der Orangerie die wir von der Homepage bereits kennen, auf Facebook umgesetzt. Jeder Vorteil bildet eine eigene Facebook App, die wiederum mit der entsprechenden Seite auf der Orangerie Homepage über den Like Button vernetzt ist. Um die sozialen Aktivitäten von Freunden hervorzuheben ist in jeder Facebook App auch das Social Plugin für Empfehlungen integriert. So sieht man auf einen Blick, ob Freunde bereits auf der Orangerie Seite aktiv waren.

Facebook App für das Restaurant der Orangerie Innsbruck

Facebook App für das Restaurant der Orangerie Innsbruck

Erfolg von Homepage und Facebook lässt sich messen

Neben einem hervorragenden Edgerank auf der Facebook Fanpage multiplizierten sich auch die Zugriffe auf der Homepage und die Rankings in Google wurden derart verbessert, dass eine Zunahme der Reservierungen und der Gäste insgesamt in der Orangerie verzeichnet werden konnte. Genaueres bleibt natürlich Firmengeheimnis genauso wie die nächste Aktion, die bereits in den Vorbereitungen steckt.

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Die Facebook Timeline für Unternehmen

Seit 29.02.2012 steht die Facebook Timeline als Ablöse für Facebook Pages zur Verfügung. Ab 30.03.2012 werden alle “alten” Facebook Pages auf die neue Timeline umgestellt. Facebook bietet Unternehmen jetzt eine Vorschau der Timeline inklusive Rundgang an. Der Rundgang beinhaltet allerdings nicht alle wichtigen Änderungen.

Timeline Titelgrafik bzw. Headerbild

Wie bei der Einführung der privaten Timeline kann nun ein Headerbild bzw. eine Titelgrafik für das Unternehmensprofil auf Facebook verwendet werden. Das Bild muss mindestens 399 px breit sein und unterliegt strengen inhaltlichen Auflagen. Z.B. dürfen keine Werbebotschaften oder Handlungsaufforderungen im Headerbild vorkommen. Die genauen Bestimmungen findet ihr hier.

Das neue Timeline Profilbild

Die meisten Profilbilder die derzeit im Einsatz sind können getrost verschmissen werden bzw. müssen angepasst werden. Die Darstellung auf der Timeline erfolgt quadratisch mit 180 x 180 px. Grafisch kann das Profilbild mit dem Titelbild harmonieren, der Phanatasie sind keine Grenzen gesetzt. Hier ein Beispiel der New York Times:

 

Facebook Timeline Bild der New York Times

Facebook Timeline Bild der New York Times

Landingtabs verschwinden, Tabs, Reiter werden breiter

Facebook schwärmt in seinem Rundgang von den neuen Möglichkeiten der Anordnung von Reitern. Es werden Infos und Fotos fix an Platz 1 und 2 zwischen Titelgrafik und Timeline angezeigt. Bis zu 12 weitere Reiter können hinzugefügt werden, wobei nur 2 davon ohne zusätzlichen Klick gezeigt werden. Der zusätzliche Klick muss gelernt sein, da nicht einmal eine Mouseover Hilfe auf die Funktion des Pfeils nach unten hinweist. Gelungen? Entscheide selbst.

Standard Reiter gibt es nicht mehr

Wovon Facebook in seinem Rundgang nicht spricht ist die Abschaffung der Landingstabs für “Nicht-Fans”. Es gibt dadurch für neue Besucher kein Fangating, keine Welcome Pages mit Aufforderung zum Fan werden usw. Facebook hat hier nicht etwa was vergessen oder versehentlich die Standard Reiter Option weggelassen. Viel mehr geht es darum, dass das Fangating mittels Standard Reiter Landingpages Facebook keinen monetären Vorteil gebracht hätte. Erstellt man nun aber eine kostenpflichte Werbeanzeige für seine Seite wird man sehen, dass dort die Auswahl des Landingtabs nach wie vor möglich ist, auch bei Seiten die bereits die neue Timeline verwenden. Sogar kann in Werbeanzeigen zwischen Chronik und dem sogenannten Lebenslauf als Landingtab unterschieden werden. Aus dem kommerziellen Hintergrund heraus gefällt uns das nicht!

Breite der Reiter / Tabs ändern sich wieder

Im August 2010 änderte Facebook die Breite von Facebook Tabs auf maximal 520 px. Nicht mal 2 Jahre später ist nun wieder eine massive Anpassung der Reiter selbst notwendig, um das volle Potential der Facebook iFrame Seiten ausnutzen zu können. Die neue Breite beträgt nun max. 810 px, d.h. die Reiter werden ohne linke und rechte Spalte dargestellt.

Die Timeline Seitenchronik ist “anders”

Die einheitliche Darstellung von Postings, Fotos, Videos usw. im Newsfeed jeder Fanpage ist passé. Beiträge auf der Timeline können nun als

  • normale Postings dargestellt
  • verborgen
  • als Favoriten gekennzeichnet
  • als Meilensteine dargestellt

werden.

Die unterschiedlichen Varianten haben wir Euch hier am Beispiel ein und desselben Fotos gezeigt. Für Unternehmen heisst es dadurch nun: nicht mehr nur guten Content liefern, sondern diesen auch priorisieren. Die ursprüngliche Aufgabe von  Facebook – authentische Kommunikation auf Augenhöhe – bleibt dabei sicher zweitrangig, wie auch Markus Hübner in seinem letzten Blogpost ausführt.

Standardposting:

Standardposting auf der Facebook Timeline für Unternehmen

Standardposting auf der Facebook Timeline für Unternehmen

Hervorgehobenes Posting:

Hervorgehobenes Posting auf der Facebook Timeline

Hervorgehobenes Posting auf der Facebook Timeline

Meilensteinposting:

 

Meilenstein Posting auf der Facebook Timeline für Unternehmen

Meilenstein Posting auf der Facebook Timeline für Unternehmen

Feedback geben – direkte Nachrichten an die Seite

Ein weiterer Schritt in Richtung klassische One-Way Kommunikation ist die “Nachricht senden” Funktion an die Seite. Diese und jede andere Form der Kommunikation mit Usern wird im Adminstrationsbereich geschehen. Egal ob direkte Nachrichten, Postings, oder Kommentare von Usern. Alle Aktivitäten können vom Adminbereich aus gesteuert werden. Ebenfalls in diesem Bereich sind Statistiken (ab mind. 30 Gefällt mir-Klicks) zur Verfügung.

Fazit: Sicher die größte Umstellung die Facebook für Unternehmen je gemacht hat, auf Eure Kommentare sind wir gespannt.

p.s. Werbung in eigener Sache: Wir stellen Deine Facebook Page um!

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Fit für Social Media 2012

Weekend Magazin, Ausgabe vom 03.02.2012 – Artikel downloaden

Nichts beschäftigte die Online Szene in den letzten Jahren so stark wie die Veränderungen, die Soziale Netzwerke wie Facebook, YouTube oder Twitter mit sich bringen. Doch sind Österreichs Unternehmen 2012 auch auf diese Veränderungen vorbereitet?

Bleibt man an der Oberfläche, findet man schnell die eine oder andere bekannte Marke auf Facebook oder folgt seinem Lieblingsprodukt auf Twitter. Sieht man allerdings hinter die Kulissen, entdeckt man, dass Social Media vielfach noch ein Appendix der Marketingabteilung ist oder komplett ausgelagert wurde. Der Großteil der Web 2.0 Bemühungen fristet daher auch ein recht einsames Dasein und bekommt nicht den nötigen Zuspruch der User.

Mit der Zeit gehen.

Der Nachholbedarf wird 2012 in allen Branchen weiter steigen, denn Social Media manifestiert sich langsam in den Denkweisen der Bevölkerung. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, müssen die eimischen Firmenbosse diese Veränderung des Kommunikationsverhaltens in ihr Unternehmen integrieren. Die Ausarbeitung einer Social Media Strategie sowie ein großes Stück Mut zur Veränderung sind das Rezept zum Erfolg.

Individuelle Konzepte.

Grafikatur Media, eine aufstrebende Werbeagentur in Innsbruck, hat sich diesen Herausforderungen gestellt und berät große Unternehmen unter anderem im Bankensektor oder in der Top-Hotellerie bei der Erstellung und Umsetzung maßgeschneiderter Social Media Konzepte. In die spannenden Projekte werden Kunden ebenso wie Mitarbeiter oder Partnerunternehmen miteinbezogen. Durch klare Regeln und verständliche Empfehlungen werden Hemmschwellen und Vorurteile dem Medium gegenüber leicht überwunden.

Weiterentwicklung.

Die Chancen die Social Media bietet, haben sich 2011 um einen wichtigen Punkt erweitert. Neben der intensiven Bindung des Users an die Marke haben sich auch die Suchmaschinen an Social Media angepasst. Der Google User kann künftig zwischen dem herkömmlichen Google Suchergebnis und den Empfehlungen seiner Freunde wählen. Eine Entwicklung, die auch auf immer mehr E-Commerce
Portalen und Online Shops zu finden sein wird.

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Reviwell.at – mit kleinen Schritten ans Ziel

Seit Mai 2011 betreut Grafikatur den Kunden www.reviwell.at. Auftrag war anfangs die Erstellung einer Facebook Fanpage. Schnell wurde aber klar, dass es mit der Erstellung der Reviwell Fanpage auf Facebook nicht getan ist. Parallel zur Fanpage wurde auch ein eigener Facebook Shop gelauncht, der besonders Facebook-affine Kunden ansprechen soll. Als erste Fanaktion im Rahmen der Social Media Strategie wurden dann die Facebook Fanpage und der Facebook Shop thematisch verbunden und mit einer Rabatt Aktion das Fangating gestartet.

Produktdarstellung im Facebook Shop

Produktdarstellung im Facebook Shop

Magento Shop mit Verbesserungspotential

Freilich stellt der Facebook Shop nur eine Ergänzung zum Hauptvertriebskanal von Reviwell dar. Als E-Commerce Plattform wurde auf www.reviwell.at Magento gewählt und im Frühjahr 2010 gelauncht.

Schon in einer ersten Potentialanalyse durch die Grafikatur stellte sich heraus, dass besonders im Bereich der Suchmaschinenoptimierung noch lange nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Auch die Usability hinkte den neuesten Entwicklungen im E-Commerce Bereich hinter her. Der neue Auftrag, Schritt für Schritt professionelles SEO für Reviwell Online Shop zu betreiben und in einem guten Kosten/Nutzen Verhältnis die Usability des Shops zu steigern, wurde erteilt.

Zeitgleich wurde auch ein Newslettertool evaluiert, dass es dem Marketingleiter von Reviwell erlaubt, jederzeit und mit sehr kurzen Vorlaufzeiten, einen Newsletter in Eigenregie zu erstellen und zu versenden. Unterstützt mit dem Fachwissen der Grafikatur wurde die Segmentierung der Zielgruppen nach Produktgruppen vorgenommen und spezifische Newsletter verschickt.

Reviwell Newsletter für Suunto Core All Black

Reviwell Newsletter

Reviwell vertraut auf das Know-How der Grafikatur

Mittlerweile ist die Grafikatur die Hauptagentur von Reviwell und neben dem Online Auftritt auch für Drucksorten im Printbereich verantwortlich. Reviwell vertraut hier auf die perfekte Abstimmung zwischen Social Media, Homepage und Print Werbung. Z.B. wird jeder Bestellung die über die Subkanäle Ebay und Amazon bzw. Yatego getätigt wird ein Hinweis auf www.reviwell.at und Facebook beigelegt und mittels QR Code das Liken von Reviwell noch einfacher gemacht.

Die Umsatzzahlen von Reviwell geben den Maßnahmen recht, auch wenn noch viele Baustellen offen sind und wir uns gemeinsam Schritt für Schritt weiterentwickeln. Als nächstes steht die Zertifizierung des Facebook Shops durch Trusted Shops an und die zweite Runde der Usability-Verbesserungen und damit eine weitere markante Steigerung der Conversionrate.

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Business goes Social Media? Österreichs Unternehmen hinken nach

Unter dem Titel Business goes Social Media Volume 2 veranstaltete Business Circle am 19. und 20. September eine Veranstaltung die große Erwartungen weckte. Allein der Teilnehmerkreis an Referenten der Agenturen liest sich wie das who is who der Social Media Szene in Österreich.

Für mich war aber die andere Seite viel interessanter und wichtiger. Wie sehen nämlich die österreichischen Unternehmen Social Media und welche Einblicke gewähren Sie.  Gestartet wurde mit dem Wien Tourismus und nein, wir durften nicht erfahren wie die mysteriöse Seitenverschmelzung letzten Herbst genau über die Bühne ging – auch nicht auf Nachfrage. Der Wien Tourismus nutzt Facebook und Twitter vor allem, um Kommunikation mit den Wien-Interessierten zu betreiben. Fragen werden beantwortet, Apps helfen die Seite im Gespräch zu halten und man ist dort recht zufrieden. Begeisterungsstürme konnte ich keine spüren und ich saß in der ersten Reihe ;-) . Auch die Feedbackrate auf die Postings haut mich nicht vom Hocker. Ob die Feedbackrate gut ist oder nicht wußte Frau Kostner selbst nicht so recht. Videos und Fotos auf Facebook sind aber immer ganz gut, meinte sie. Fazit: ganz gut.

Nun folgten 3 Highlights – eines davon das Mittagessen. Noch davor begeisterte Uwe Knaus von Daimler mit seiner Ode an den Blog. Wissen muss man, dass Daimler den erfolgreichsten deutschsprachigen Blog betreibt und das schon seit 4 Jahren. Die Vernetzung mit Social Media Kanälen wirkt spielerisch einfach, durchdacht und vom Konzern Top Down getragen. Das Monitoring ist ausgeklügelt und die Guidelines für die Mitarbeiter glasklar.

Das dritte Highlight freut mich als Ex-Banker besonders. Peter Bauer von der Luzerner Kantonalsbank referierte darüber wie es seine Bank geschafft hat trotz Bankenkrise und Finanzskandalen das Vertrauen seiner Kunden ungebrochen genießen zu können. Kompetenz und Konditionen sind dabei keine Themen, sondern positive Erlebnisse die mit der Bank in Verbindung gebracht werden und über die der Kunde gerne spricht. Ja ist denn das schon Social Media? Aber in Reinkultur – nur offline. Der nächste Schritt – das ganze auch online umzustezen ist bereits in Planung.

Die restlichen Vorträge der Wiener Linien, dem Roten Kreuz (hier muss ich ein offenes Wiki zur Guidline Entwicklung positiv erwähnen), dem Startup mjam (eher bekannt als willessen.at) und Cup Cakes brachten mich wieder auf den Boden (das Niveau) der Realität in Österreich. Wie Uwe Knaus in der anschließenden Podiumsdiskussion unverblümt sagte, sind Deutschland und die Schweiz hier eine Nasenlänge voraus. Mir macht es den Eindruck, dass es sich dabei um Pinocchios Nase nach einer seiner Lügengeschichten handelt.

Ich will nicht die Leistung und das Engagement der Vortragenden in Social Media absprechen, aber teilweise – trotz professioneller Begleitung  – wirkte es eher so, als picken sich Österreichs Unternehmen einen kleinen Teil Social Media heraus und probieren nach dem Trial and Error Prinzip mal ein bisschen herum. Die exakte Planung aller Maßnahmen und die anschließende Auswertung bis hin zu CRM Maßnahmen werden dabei vielfach vollkommen ausgeblendet. Natürlich kann man so auch Erfolg haben, sogar sehr leicht, wenn man sich keine konkreten Ziele setzt und sich über das vorhande Potential nicht im klaren ist.

Beim Mittagessen gab mir Uwe Knaus einen kurzen Einblick wie das ganze bei Daimler läuft. Er sieht den Unterschied in den Budgets. Österreich Unternehmen geben zu wenig für Social Media Maßnahmen aus und das ist keine Sparmaßnahme, sondern beruht auf der trägen Unternehmenskultur in Österreich. Es geht nämlich nicht darum neue Budgets zu schaffen, sondern das vorhande Marketingsbudget umzuschichten und anstatt in sinnlose Einweg-Werbung zu investieren, die Kraft in Social Media zu legen. Dass solche Budgetverschiebungen auch mit einer Umverteilung der Machtverhätlnisse unter den Führungskräften einhergeht, macht die Starre in der sich Österreich vielfach noch befindet fast schon wieder verständlich. Veränderung an sich ist schon ein absolutes NoGo und wenn es dann auch noch so tiefgreifende Veränderungen an den Grundfesten eines Unternehmens sind, dann geht das ja gar nicht, oder?

Aus dieser Reihe an Unfähigkeit bzw. fehlendem Zugang  zum Thema Social Media hüpfte dann am zweiten Tag Günter Strobl von der Raiffeisen Leasing. Stellt sich der Typ doch einfach vors Publikum und erzählt, dass er ein Wiki als zentrale Wissensmanagement Tool für das ganze Unternehmen betreibt. Jeder darf was schreiben und alle sind angehalten dies zu tun. Je mehr User an einem Artikel arbeiten, desto höher ist die Qualität, Regeln gibt es kaum. Da schau her! Zum Drüberstreuen hat Strobl hausintern noch ein eigenes Twitter System umgesetzt und die Mitarbeiter twittern jetzt fleißig ins Intranet. Wenn ich an die verstaubten Ansichten meines ehemaligen Arbeitgebers denke, dann muss ich schon fast wieder lachen. Die Führungskräfte und Bereichsleiter dort sind dermaßen schwach, dass nur die autoritäre Unterdrückung jeder Innovation und die totale Kontrolle der Mitarbeiter ihnen Sicherheit geben können. Social Media in welcher Form auch immer hat da keinerlei Platz. Die Praxis zeigt, dass meine Exchefin da kein Einzelfall ist, sondern sehr viele Unternehmen einen entsprechenden Tritt in den Allerwertesten bräuchten.

Während der Veranstaltugn wurde fleißig gezwischert und gehashtagt (nachzulesen unter #bgsm2) und natürlich trugen auch verschiedene Agenturen und Referenten aus der Szene Ihre Powerpoint Slides vor. Internetpionier Markus Hübner predigte dabei eindrucksvoll den untrennbaren Zusammenhang von klassischer bzw. digitaler Markenführung, während z.B. Judith Denkmayr von Digital Affairs den Twitter Workshop leitete.

p.s. Mein Dank gilt Hannes Offenbacher, der mich – indirekt – zum Schreiben dieser Zeilen motiviert hat.

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Wie hängen SEO, gefällt mir, Tweet und Facebook zusammen?

Viele haben den Google +1 Button schon auf ihren Seiten eingebaut. Einerseits, weil er trendy ist und farblich einen netten Kontrast zum Facebook blau (Gefällt mir Button) darstellt, andererseits aber, weil man sich für das eigene Ranking in der Suchmaschine einiges erwarten kann.

Doch wie wirkt sich Google +1 und der Gefällt mir oder Tweet Button auf das Google Suchergebnis aus? Dieser Frage gehen wir im heutigen Blogpost anhand unserer Erfahrungen der letzten Wochen nach. Von SEOmoz wissen wir, dass die Bedeutung von sozialen Netzwerken auf Google immer stärker zunimmt. Dabei geht es aber nicht um eine lineare Betrachtung der Fans, Follower oder Tweets, sondern um eine komplexe Analyse der Beliebtheit einer Seite oder eines Tweet Accounts.

Für Facebook gilt in der Regel: je mehr Gefällt mir Klicks eine Seite im Web bekommt, desto besser ist dies für SEO. Bewirken diese Gefällt mir Klicks wiederum einen Trafficsteigerung auf der entsprechenden Webpage bzw. teilen viele User auf Facebook die Inhalte weiter, kommentieren diese oder empfehlen sie ihren Freunden, so gibt dies einen weiteren Boost für die entsprechende Seite. Ist nun die Homepage mit einer  Fanpage auf Facebook verbunden und erreichen die Beiträge dieser Fanpage wiederum viele Likes und Kommentare, so wirkt sich das auch wiederum positiv auf das Ranking der entsprechenden Seite, Homepage aus.

Im Falle von Twitter sind die Kriterien ähnlich gelagert. Es ist nicht entscheidend wie oft ein Link auf Twitter gepostet wurde, sondern vielmehr von wem. Postet ein Twitter Account, der 100 Follower hat, einen Link 10 mal so dürfte der SEO Einfluss auf das Ranking in Google verschwindend klein sein. Wird der selbe Link aber von einem Account mit 10.000 Followern gepostet und danach eventuell auch noch geretweeted so ist das für Google ein eindeutiges Zeichen, dass die Seite von Bedeutung ist und besser gerankt wird.

Bei beiden Beispielen sei angemerkt, dass der Einfluss sowohl die einzelne Inhaltsseite einer Webpage als viel mehr auch die Domain selber beeinflusst. Beispiel: Auf einer Webpage mit 100 Seiten bekommen 10 Seiten sehr viele Gefällt mir Klicks.  Dies steigert nicht nur die Wertigkeit dieser 10 Seiten, sondern über ein besseres Ranking der gesamten Domain auch das Ranking der restlichen 90 Seiten.

Werden oben beschriebene Ziele erreicht, so verbessert sich das Ranking auf Google nachhaltig. Vernachlässigt man diese Maßnahmen wieder, verschlechtert sich auch die Position in Google. Eine allumfassende Social Media Strategie, die langfristig ausgelegt ist und nicht nur aus der Erstellung einer einzelnen Landing Page besteht, sondern vielmehr aus einer laufenden Betreuung der entsprechenden Kanäle, gewinnt somit noch viel mehr an Priorität.

Google geht jetzt aber noch einen Schritt weiter. Als aktiver Google User, d.h. mit Google Account (für Analytics, Gmail, AdWords, usw.) bekomme ich ein anderes Suchergebnis als anonyme Google User. Google überprüft dabei, ob man selbst oder Freunde eine gewisse Seite die zum Suchergebnis passt schon mal empfohlen hat. Dabei ist es egal, ob die Seite über Google +1 empfohlen oder auf Twitter gezwitschert wurde. Unser Bildbespiel zeigt die verschiedenen Suchergebnisse für den Suchbegriff “Werbeagentur Innnsbruck”. Beim ersten Versuch sind wir als Daniela Egger eingeloggt und haben natürlich die Grafikatur Homepage (ja, ich weiß, eine Flashseite gehört sich nimma, wir arbeiten daran) schon mal empfohlen. Siehe da: Auf Platz 4 von Google sehen wir folgenden Eintrag:

 

Suchergebnis personalisiert Google

personalisiertes Suchergebnis auf Google

Im nächsten Schritt loggen wir uns aus und suchen ebenfalls auf Google.at nach “Werbeagentur Innsbruck”. Nun entdecken wir, dass Grafikatur (Flash und SEO mögen sich halt doch nicht so 100 %  ;-) ) erst auf Seite 2 der Suchergebnisse kommt und auch die Empfehlung “Sie haben das geteilt” nicht mehr angezeigt wird.

Die Auswirkungen dieser Personalisierung sind mächtig. Je mehr Empfehlungen oder Tweets einer Seite gemacht wurden, desto größer ist der Personenkreis jener, die die Seite als Empfehlung angezeigt bekommen. Es ist nunmehr auch nicht mehr möglich SEO und Social Media zu trennen, sondern geht vielmehr darum das passende Gesamtpaket zu schnüren.

Welche Erfahrungen habt ihr in Bezug auf SEO und Social Media gemacht? Klickt den Gefällt mir Button und den Google +1 unterhalb dieses Artikels und beobachtet die Auswirkungen.

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Facebook Fanpage CSV E-Mail Adressen Import – Tutorial

Heute haben wir gute Nachrichten für alle die seit Monaten versuchen den CSV Importer von Facebook für die Generierung von Fans für die eigene Facebook Fanpage zu generieren. Im Rahmen eines Projektes bzw. der Umsetzung einer Social Media Strategie für unseren Kunden Reviwell Sport Fitness und Therapie hatte die Grafikatur die Anforderung, die für den Newsletter von Reviwell vorhandenen Kunden über das Facebook csv-Tool zur Fanpage bzw. zum neuen Facebook Shop einzuladen. (Werbung in eigener Sache: Reviwell bietet derzeit eine tolle Fanpromotion, reinschauen lohnt sich).

Nach mehreren Fehlerversuchen die wir auch selber in unserem Blog oder z.B. allfacebook.de in seinen Beiträgen dokumentiert hatten starteten wir nun einen neuen Versuch, der letztendlich gelang, aber nicht auf Anhieb

CSV Importer funktioniert noch immer nicht

Einladungsvorschau CSV Import E-Mail Adressen Facebook

Einladungsvorschau CSV Import E-Mail Adressen Facebook

Der erste Anlauf verlief dann wieder gleich wie hier von allfacebook.de bereits ausführlich beschrieben.
Was uns dabei aufgefallen ist, war, dass die Vorschau zur Einladung eigentlich keine wirkliche Einladung, also kein Mail war, sondern sehr dem glich, dass der Facebook User nach der Verwendung der Funktion Freunden vorschlagen zu sehen bekommt. Der Testversand dieser Einladung brachte kein Ergebnis. Weder wurde die Meldung die wir in der Vorschau zu sehen bekamen als E-Mail versandt, noch sonst irgendwo in Facebook angezeigt. Versuch 1 also gescheitert.

Facebook Dialoge und anonyme Proxy Server

Da wir fest daran glaubten, es müsste funktionieren, haben wir uns im nächsten Versuch mit einem anonymen Proxy auf Facebook eingeloggt und dabei darauf geachtet eine amerikanische IP Adresse zu verwenden. Leider hat dies auch keinen Erfolg gebracht, da keiner der versuchten Proxy Dienste die Dialogbox die sich beim Klick auf “Erzähle Deinen Freunden davon” darstellen konnte.

CSV Import und erfolgreicher E-Mail Versand von Facebook Einladungen

Beim nächsten Versuch haben wir dann unsere komplette Internetverbindung über einen sogenannten VPN-Tunnel geleitet und waren damit komplett als US Computer im Netz. Beim Versuch den Importer zu starten gab es diesmal auch keine Probleme und wir importierten wieder unsere Testadressen. Und siehe da, bei der Vorschau der Einladung hat sich nun einiges getan.

Fans mittels E-Mail zur Facebook Fanpage einladen bzw. mit csv importieren

Fans mittels E-Mail zur Facebook Fanpage einladen bzw. mit csv importieren

Neben der “Empfohlene Seiten” Box die wir ja bereits von unseren Versuchen kannten, stellte uns Facebook nun auch den Inhalt der E-Mail dar, die Facebook an die E-Mail Adressen die wir importierten schickt. Mit dem Klick auf “Einladung verschicken” dauerte es ein wenig und Facebook berichtete uns vom erfolgreichen Versand von unserer Einladungen. Heureka!

Bevor wir nun aber Jubel, Trubel und Euphorie in der Facebook Marketing Gilde auslösen, wollen wir einige Dinge anmerken:

  1. Der Absender der Mail ist Facebook, der etwas holprig übersetzte Betreff der Nachricht lautet “Rufe XY-Fanpage auf” und auch der Text selber ist mehr eine Einladung Facebook beizutreten als eine wirkliche Vorstellung der Fanpage oder Werbung dafür. Textänderungen im Facebook Mail sind nicht möglich.
  2. E-Mail Adressen die bereits bei Facebook registriert bekommen “nur” die “Empfohlene Seiten” Box angezeigt, nicht aber ein eigenes E-Mail.
  3. Die Funktion steht nur für Seiten mit weniger als 5000 Fans  zur Verfügung.
  4. Pro Upload können immer nur max. 5000 Adressen importiert werden.
  5. Nach 5 Uploads bzw. versandten Einladungen (immer mit je 5000 Adressen) sperrt Facebook die Funktion für den angemeldeten User.

Wie sehr also Personen, die nicht bei Facebook sind, Freude mit einer Einladung haben, bleibt offen. Über die Wirkung der “Empfohlene Seiten” Box hat allfacebook.de bereits berichtet. Dem Bericht wollen wir noch anmerken, dass der Empfehlende stets die natürliche Person ist, die die Einladung verschickt hat. Das ist auch so, wenn man sich als Seite anmeldet und dann die Funktion nutzt.

An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass für den Versand von E-Mails bestimmte Voraussetzungen des Gesetzgebers jedes einzelnen Landes eingehalten werden müssen. Die Überprüfung dieser Voraussetzungen liegt beim Versender der Einladung.

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Facebook verbessert seine Übersetzungen

Wahrscheinlich ist es dem einen oder anderen schon aufgefallen. Facebook ist gerade dabei seine Übersetzungen zu verbessern. Facebook verwendet dabei Euer Wissen – wie sollte es auf einer Social Media Plattform auch anders sein.

Über das Voting Tool werden scheinbar wahllos Übersetzungen zur Beurteilung veröffentlicht.Übersetzungsvoting auf Facebook Das Tool erscheint prominent in der rechten  Spalte, oberhalb der Werbeanzeigen.

Zum einen kann eine bestehende Übersetzung als gut oder schlecht beurteilt werden, zum anderen werden zwei Möglichkeiten einen Begriff zu übersetzen als Wahlmöglichkeiten angeboten. Die Vermutung, dass sich das Voting nach den im Profil angegeben Sprachkenntnissen richtig ist wohl am naheliegendsten.

Das Geheimnis rund um diese Votings ist mit einem Blick auf die offizielle Facebook Translation App gelüftet. Dort steht geschrieben, dass zwar die Übersetzung von Facebook auf Deutsch abgeschlossen ist, aber neue Funktionen ständig hinzukommen und übersetzt werden müssen. Besonders scheint Facebook an der Qualität der Übersetzungen zu sein und stellt deshalb bereits übersetzte Begriffe ständig neu zur Diskussion. Diese Abstimmungen werden jetzt direkt an die deutsch/englischsprachigen User ausgeliefert.

Schon 2008 hat InsideFacebook über die Translation App berichtet. Damals konnte jeder User aktiv seinen Beitrag an der Übersetzung von ca. 24.000 Phrasen auf Facebook leisten.

Besuchen wir heute wieder diese App sehen wir, dass die eingemeldeten Beiträge ständig zum Voting angeboten werden und auch sonst sehr viele Einstellungen möglich sind die die Integration der Facebook Community in die Übersetzung von Facebook fördern.

Habt ihr diese App bereits aktiviert bzw. aktiv genützt?

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Leitfaden zur erfolgreichen Social Media Strategie

Ha ha, werdet ihr euch jetzt vielleicht denken. Mit diesem Artikel schießt sich diese Werbeagentur Grafikatur jetzt selbst ins Bein. Endlich wird verraten wie das mit Social Media wirklich geht und was man beachten muss, damit man erfolgreich ist. Wie definiert sich eine erfolgreiche Social Media Strategie? Vergleichen wir es mal mit einer “klassischen” Homepage. Hier sind die Erfolgsfaktoren schnell definiert und meist sehr ähnlich. Ansprechendes Design, zielgruppengerechte Inhalte gut medial aufbereitet und eine gute Suchmaschinenoptimierung. Meßbar wird das ganze durch klassische Statistiken wie Benutzer, Pageimpressions, Conversionrates usw. gemacht. Passen die Zahlen, dann wurde gut gearbeitet, so einfach war das bisher. Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel, keine Frage!

Im Social Media Bereich sind wir nun aber wieder 10 Jahre zurückversetzt. Weiß heute jeder Unternehmer, warum er eine Homepage braucht, verhält es sich bei Social Media wie vor 10 Jahren rund um Homepages für Unternehmen. Es machen zwar jetzt alle (viele), aber wenige wissen genau warum und wozu. Damit sind wir schon mal in der Situation, dass die Zielsetzung schon Teil einer neuen Social Media Strategie ist. Produktentwicklung, Kundenbindung, Support Forum, Fanrekorde brechen, Meinungsbildung uvm. sind legitime Ziele für Social Media. Erst wenn ich eine konkrete Vorstellung habe welche Ziele ich mittelfristig mit Social Media erreichen will, kann die eigentlich Konzeption beginnen.

Anders als bei einer herkömmlichen Homepage ändern die Maßnahmen zur Zielerreichung die Strategie oft um 180° Grad, je nach Zielsetzung. Es gibt also kein Pauschalrezept, dass man einfach so in einem kleinen 1, 2 Stunden Konzept an Unternehmen geben kann. Bis jetzt wurde also noch keine Designarbeit, noch keine Inhaltsstruktur, noch kein Redaktionsplan erstellt, sondern nur Know-How in eine Form gegossen. Diese Leistung an Firmen zu verrechnen setzt das Verständnis des Kunden für diesen Prozess voraus.

Ein weiterer schwieriger Teil in Social Media Konzepten ist sicher die laufende Betreuung. Es nutzen die besten Inhalte nichts, wenn ich auf der anderen Seite von den raschen Weiterentwicklungen, besonders im Bereich Facebook, nichts mitbekommen und diese nicht laufend in mein Konzept einbaue. Natürlich sind diese Informationen frei im Internet verfügbar, manigfach sogar. Doch in diesem Dschungel den Überblick zu bewahren und herauszufiltern, welche Neuheiten Beachtung verdienen und was getrost links liegen gelassen werden kann ist nur schwer möglich. Dieses Know-How kann in Unternehmen nur ausgelagert werden oder an Mitarbeiter delegiert werden die speziell für diese Tätigkeiten abgestellt sind. Meist ist das aber schwierig, weil die Beobachtung und Betreuung von Social Media meist nicht zu den Kernprozessen der meisten Unternehmen gehört.

Zusammenfassend können wir also festhalten, dass Social Media sehr viel Know-How Transfer und Strategieentwicklung bedeutet. Der Erfolg wird anhand der gesteckten Ziele gemessen und eine laufende Betreuung bedarf einer ständigen Ausseinandersetzung mit dem Thema und den Plattformen auf denen man aktiv ist. Social Media stellt also eine laufende Investition dar, die bei konsequenter Einhaltung und der nötigen Flexibilität erfolgsversprechend ist. Schnell mal eine Facebook Fanseite erstellen und dann hoffen, dass der Rest von selber geht ist dabei vergebene Liebesmühe!

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Die “Chaos?” Strategie von Facebook

Seit meinem letzten Artikel über die Auswirkungen von Facebook Places auf die Unternehmen ist ein knappes Monat vergangen. In diesem Monat hat sich vieles getan. Wer jetzt aber glaubt, dass Facebook den Rollout von Facebook Deals konsequent weitergetrieben hat und wir mittlerweile auch in Europa flächendeckend Angebote lokaler Anbieter nutzen können hat weit gefehlt. Außer den Ende Jänner ausgewählten Unternehmen steht der Dienst noch immer nur in den USA zu Verfügung.

Seit Oktober 2010 wird das neue Kommentar Social Plugin angekündigt. Im Developer Forum nachgefragt verneinte man der Grafikatur konsequent jegliche Information zu einem Rolloutplan. Freilich wurde das Social Plugin im Facebook Developer Forum längst eingesetzt und zwar im angekündigten Umfang. Mittlerweile kommen wir alle in den Genuss der neuen Kommentar-Funktion. Leider ist der Umfang aber ein anderer als der angekündigte. Vorallem vermissen wir die Möglichkeit Kommentare zu bewerten und die zwingende Anmeldung bei Yahoo, AOL oder eben Facebook macht ein anonymes kommentieren leider nicht mehr möglich. Dies macht das Plugin zu einer Ergänzung und nicht zu einem Ersatz – vor allem für Blogs – zur herkömmlichen Kommentarfunktion. Zwei Möglichkeiten seinen Senf zu einem Beitrag zu hinterlassen sind in meinen Augen unsauber und nicht sehr schön gelöst. So wird sich der eine oder andere sicher überlegen, ob er nicht auf den Facebook Kommentar komplett verzichtet und seinen Lesern die Anmeldung via Facebook Connect ermöglicht. Die virale Verbreitung ist dadurch freilich längst nicht so groß, die Verwirrung bei den Usern allerdings auch nicht.

Gut drei Wochen davor wurden wir mit den neuen Facebook Fanpages beglückt. Diese waren ja nun wirklich schon lange angekündigt und wir erfuhren über den Facebook Developer Blog auch schon im vorhinein, dass wir es mit einer 1-monatigen freiwilligen Testphase zu tun haben werden und am 10. März dann alle Seiten umgestellt werden. So stelle ich mir einen Rollout vor. Auch wenn es nicht sehr für die Facebook Entwickler spricht, dass vor allem neue Features buggy ausgeliefert werden so sahen wir diese Woche “schon” die Korrektur des https Bugs und auch die neue Sortierung des Newsfeeds wurde teilweise wieder zurückgenommen – Social-media-like auf vielfachen Zuruf der Facebook-User.

Das Einladen von Freunden, selbst als Administrator funktioniert nicht mehr (bzw. wird die Einladung an max. 30 Fans ausgeschickt, egal wieviele ausgewählt wurden), obwohl die Funktion noch zur Verfügung steht. Gegen die Meinung mancher Facebook Profis sehe ich gerade am Start einer Fanpage die Einladungsmöglichkeit als eine der besten Möglichkeiten eine kritische Menge an Fans zu generieren. Dies kann selbst der beste Inhalt, ohne entsprechendes Publikum, nicht erreichen. Dahinter sehen wir eine klare Strategie von Facebook die Nutzung der hauseigenen Werbeanzeigen (jetzt auch sponsored Stories möglich) zu pushen. Schade!

Mittlerweile hat man – und hier wiederum ohne Ankündigung – auch die Kommentarfunktion auf Facebook selbst überarbeitet. So war letzte Woche das Taggen von Freunden und Seiten in Kommentaren möglich, dann wieder zwei Tage nicht mehr. Mittlerweile scheint das neueste Update ausgerollt zu sein und das Taggen mit @ in Kommentaren funktioniert. Das Absenden der Kommentare funktioniert jetzt analog den neuen Gruppen nur noch mit der Enter-Taste auf der Tastatur. (Tipp: mit Shift+Enter machst du im Kommentar einen Absatz). Ebenfalls neu ist die Editiermöglichkeit abgegebener Kommentare. Klickt man aufs X dann kann man den Kommentar nun editieren anstatt ihn zu löschen.

Hier ein Video dazu von schwindt-pr:

So das waren nicht alle aber die wichtigsten Änderungen auf Facebook der letzten Zeit, mal angekündigt, mal zurückgenommen, mal mit Testphase, doch nie transparent und selten fehlerfrei. Wer also Strategien auf Facebook Funktionen aufbaut oder gar an Kunden weiterverkauft, der muss darauf gefasst sein sich Ausreden auszudenken. So toll die Information von allfacebook.de (Gratulation zum Verkauf!), Thomas Hutter, Facebookbiz.de auch sind, ich würde mir mehr Transparenz und eine klarerer offenere Kommunikation von Facebook selber wünschen. Ein Blick auf die Newsdichte von oben erwähnten Blogs im Vergleich zu Facebook Pages bestätigt meinen Eindruck.

Wie seht ihr die Kommunikation von Facebook selbst in Bezug auf Weiterentwicklungen der Plattform?

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