Qwiki – Suchergebnisse als Videoanimation


Viel mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen. Zugegeben staunte ich nicht schlecht als ich heute früh von meinem geschätzten Kollegen Markus Hübner die Einladung zum Alpha Test für „The Information Experience“ auf www.qwiki.com bekam. Nur schwer viel es mir nicht den ganzen Tag dort nach Begriffen zu suchen und schon erstaunlich viel zu finden. Was ist Qwiki? Mit dem Suchbegriff „Austria Österreich“ habt ihr im obigen Video schon mal ein Gefühl dafür bekommen was Qwiki kann. Der CEO von Qwiki bringt sein Unternehmen folgendermaßen auf den Punkt:

Qwiki at TechCrunch Disrupt from Qwiki on Vimeo.

Nachdem das Staunen verflog, blieb Begeisterung. Was macht nun Qwiki genau. Über die Ajax Suche gibt man den Begriff ein über den man mehr erfahren möchte und wählt aus dem erscheinenden Pull Down Menü den richtigen Treffer aus. Nun wird die Animation bzw. das Video geladen. Und schon geht es los mit der ersten großen Überraschung. Das Ergebnis wird nicht nur als animierter, verlinkter Text dargestellt, sondern auch von einer Robertfrauen-Stimme vorgelesen. Dazu laufen – nicht immer die passenden [… Anm.: Ist ja noch die Testphase …] – Bilder zum aktuellen Text oberhalb ab. Google Maps, sind genauso integriert wie Youtube Videos, Wikipedia Einträge und Ergebnisse aus Googles organischer und Bilder-Suche sowie vielen anderen Quellen. Während der Animation kann man über eine Art Zeitbalken gelöste Navigation jederzeit vor und zurückspringen und durch Klick auf ein Image oder Video direkt zu diesem gelangen. Ein weiterer Klick und man befindet sich bereits auf der Quelle des Contents. Die Qualität der Information lässt teilweise noch zu wünschen übrig und es ist noch nicht klar zu erkennen welche Kriterien als relevant für Qwiki gelten. Dazu erfahren wir aber sicher bald mehr im Qwiki Blog.

Auch noch nicht im Einsatz, aber bereits ohne Funktion integriert sind zahlreiche Möglichkeiten, das aktuelle Suchergebnis oder einzelne Inhalte daraus mit seinen Freunden zu teilen, also auf Facebook zu posten, zu tweeten usw. Ich denke, dass genaue diese Features eine schnelle Verbreitung von Qwiki vorantreiben werden. Dies kann uns nur zu Gute kommen, denn dadurch ist der Einsatz in weiteren Sprachen – derzeit ja nur in Englisch – nur noch eine Frage der Zeit. Unvorstellbar was ich gemacht hätte, wenn ich Qwiki schon in der Schule am Smartphone genutzt hätte…

Die Personalisierungsmöglichkeiten und Einbindung von Collaboration Features werden derzeit nur im offiziellen Video erwähnt und sind zumindest noch nicht für den Alpha Test freigegeben.

Neben der Suche nach Austria hat die Grafikatur auch noch einige andere interessante Begriffe auf Qwiki gesucht und als Video auf dem Grafikatur Youtube Channel online gestellt.

Posted in Suchmaschinen | Tagged , , , , , , , , , , , | Leave a comment

eBay springt auf den Social Media Zug auf – reichlich spät

Während Amazon bereits Ende Juli mit einer Integration von Facebook als Social Commerce Tool in das Online Shopping Haus für mehr oder weniger großes Aufsehen sorgte, blieb es rund um eBay weiter gespenstisch still. Weder dürfen User auch nur eine Link zu Facebook in deren Angeboten posten, noch hat eBay selbst für eine soziale Vernetzung auf dessen Plattform gesorgt.

eBay hat Social Commerce bisher verschlafen
Über Umwege die sicher gegen die Nutzungsbedingungen von eBay verstoßen finden sich heute vereinzelte Angebote die Verlinkungen auf Facebookprofile aufweisen, ansonsten suche ich weiterhin vergebens nach Twitter Vögeln oder Facebook Logos oder gar Social Plugins. Auch das wird sich rasch ändern wie die ersten „offenen“ Angebot auf eBay.com zeigen.

eBay Group Gift Buying Tool
Da überraschte die Nachricht die heute über Mashable hereinflatterte nicht schlecht. eBay hat ein Group Gift Buying Tool gelauncht. Ich habe das Tool heute getestet und muss sagen, dass es auf den ersten Blick wirklich gelungen ist.

Über Facebook Connect werden die Profildaten meiner Freunde auf eBay geladen. Nun kann ich einen Freund auswählen (muss nicht zwingend auf Facebook sein) und einen Grund, warum ich ihm was schenken will. Nun werden auch schon die ersten Vorschläge geladen, die ich verfeinern kann oder komplett ignorieren, indem ich selbst eine Auswahl über die eBay Suche mache. Ist das Geschenk erstmal ausgesucht brauche ich leider zwingend einen paypal Account dessen Daten ich angeben muss inklusive des Betrages den ich bereit bin für das Geschenk zu zahlen. Im nächsten Schritt kann ich über E-Mail Adressen, Auswahl meiner Freunde auf Facebook oder Tweets auf Twitter Freunde dazu animieren, sich am Geschenk zu beteiligen. Das ganze wird noch mit einem Ablaufdatum versehen. Wenn ich in der vorgegebenen Zeit tatsächlich Gleichgesinnte finde, die mit mir das Geschenk finanzieren wollen, wird die paypal Zahlung automatisch bei allen durchgeführt (nicht vorher) und der Kauf abgewickelt. Dazu gibt es dann noch eine nette Grußkarte die jeder mit einem Kommentar versehen kann und fertig ist das Social Gift…

eBay Videotutorial auf YouTube:

Kehrseite der Medaille
Betrachten wir nun aber auch die Verkäuferseite. Erst wenn die Verkäufer in Ihren Kampagnen ebenfalls das Group Gift Widget empfehlen und bewerben wird es sich wirklich durchsetzen. Gerade bei niederpreisigen Artikeln stellt sich hier die Frage nach der Gebührensituation auf paypal. Zahle ich als Verkäufer für einen 40 EUR Artikel, den sich 10 Freunde teilen für jede Paypal Zahlung 0,35 EUR + 3,4 % verteuert das die Gebühren um weitere 3,15 EUR. Mit der sowieso anfallenden Paypal Provision und den eBay Gebühren tut das schon mächtig weh. Sicher müssen die Angebote auch speziell markiert werden, damit es nicht passieren kann, dass das Angebot während der Sammelphase aus dem Sortiment genommen wird. Wie schaut der Bewertungsmodus für solche Angebote aus?

Warten wir also gespannt darauf wie das Tool akzeptiert wird und ob es tatsächlich so oft vorkommt, dass Geschenke gemeinsam gekauft und finanziert werden, dass sich dieses Group Girfts lohnt. Geht der Trend im Social Commerce nach Amazon und eBay weiter in Richtung Facebook in den eigenen Shop integrieren oder werden sich eher Shops auf Facebook durchsetzen.

Posted in Grafikatur, Social Commerce, Social Media | Tagged , , , , , , , , | 2 Comments

Die wahre Macht der sozialen Netzwerke Facebook & co

Mit der rasanten Steigerung der Nutzerzahlen von Facebook und der damit verbundenen Zunahme des Bekannheitsgrades von Facebook, Twitter & co. sind nicht alle glücklich. In erster Linie hören wir von Datenschützern die gegen die Privatsphäre-Einstellungen sozialer Communities wettern, sobald diese auch nur geringfügig geändert werden. Danach folgen Politiker wie Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner in Deutschland die unsere Jugend in Gefahr sieht und vollkommen selbstlos eine Privatfehde gegen Marc Zuckerberg führen will. Und zu guter Letzt sind da die unzählichen klassischen Medien die, so laut es nur igendwie geht mit obigen zwei genannten mitschreien und sich bereitwillig als Sprachrohr missbrauchen lassen. In Wirklichkeit führen besonders drittgenannte ein „soziales Doppelleben“, da es sich heute keine Zeitung, kein Radiosender und schon gar keine Fernsehstation mehr leisten kann, nicht auf irgendeine Art und Weise „sozial medial“ aktiv zu sein.

Ich frage mich aber ernsthaft, ob die Gefahr der wir seit kurzem durch den sozialen Austausch mit Freunden, Unternehmen und Marken ausgesetzt sind tatsächlich eine derart große Bedrohung für die Bevölkerung darstellt. Noch bevor die ersten Artikel über mangelnden Datenschutz oder fehlende Privatsphäreeinstellungen geschrieben werden sind wir doch längst schon mit unseren Freunden und Freunden von Freunden im Austausch und helfen uns selbst. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Kunde um neue Möglichkeiten seine Daten und seine Privatsphäre zu schützen und wenn dann die ersten oben erwähnten Artikel gedruckt werden, wissen wir social networker gar nicht mehr, dass es da jemals eine Lücke gab.

Bei Facebook Places, dem neuen Lokalisierungsdienst von Facebook, haben sich findige Gegner etwas ganz besonderes einfallen lassen, nämlich diesen Post:

„WICHTIG!!!JETZTÄNDERN!Facebook hat gestern „ORTE“ installiert. Jeder kann nun sehen wann und wo Du eingeloggt bist, sogar die genaue Adresse und Karteninformationen. ZUMAUSSCHALTEN auf „KONTO“ | „KONTOEINST.“ | „BENACHRICHTIGUNGEN“klicken,nach unten scrollen und unter „ORTE“ beideHäkchen entfernen….Dann ………“ÄND…ERUNGEN .. SPEICHERN“ und diese Botschaft in EuerProfil posten“

Diese Anleitung will vorgaukeln, dass Facebook Places auch in Europa bereits gelauncht wurde und wie man deren Nutzung unterbindet. Allerdings wurden  diese zwei Lügen sehr schnell von der Community entlarvt und der Post taucht nicht mehr auf oder nur noch mit Kommentaren die auch diesen Versuch einer negativen Publicity zerplatzen lassen.

Die Userzahlen von Facebook betrachtet, wundert man sich, dass gerade in Phasen in denen uns der Austieg aus MySpace & co wiedermal nahe gelegt wird, ein besonders steiler Angstieg der Userkurve zu sehen ist. Verpuffen die Tiefschläge gegen Marc Zuckerberg im Leeren? Was bedeutet dies? Immer mehr Menschen auf der Welt erkennen den Nutzen sich mit Freunden auszutauschen und zu jedem x-beliebigen Thema so viel Information wie nur irgendwie möglich gepaart mit einer Masse von privaten Meinungen zu konsumieren. Darin liegt die Macht dieser sozialen Netzwerke. Trotz größter Anstrengungen der klassischen Medien und der Politik gelingt es immer weniger die große Maße zu beeinflussen. Jeder Zeitungsartikel, jedes Fernsehinterview und jeder Internetartikel ist vollkommen wertlos, wenn sich die Botschaft darin nicht im Internet bestätigen lässt und die Community vom Wahrheitsgehalt überzeugt ist. Politik und Maßenmedien müssen sich neue Manipulationsmechanismen überlegen oder künftig akzeptieren, dass wir uns kein A für ein O mehr vormachen lassen und lieber in diversen Wikis als in der Zeitung unsere tägliche Portion Wissen beziehen.

Diskutieren Sie dieses Thema mit mir auf auf Facebook und Twitter.

Verbraucherschutzministerin Ilse AignerVer
Posted in Social Media | Tagged , , , , , , , , | Leave a comment

Design mit Tiefgang – was soll das eigentlich?

Meinen ersten Post in meinem eben eröffneten Blog möchte ich dazu nutzen, mich kurz vorzustellen und der Frage auf den Grund zu gehen, warum der Claim der Grafikatur Daniela Egger eigentlich „Design mit Tiefgang“ lautet.

Nun ja, zum einen geht es dabei um den Tiefgang der Botschaft die vermittelt werden soll. Das Design ist dabei der Kanal, die gewünschte Information über Assoziationen, Gefühle und Reize zu transportieren. Denn vor allem unterbewusst werden über Optik so manche Emotionen geweckt – ähnlich wie bei einem vertrauten Geruch, der Sie auf einmal in eine andere Zeit versetzt.

Um diesen Effekt erzielen zu können ist es natürlich unumgänglich, den Kunden zu kennen um seine Botschaft in Bilder und Konzepte fassen zu können. Das ist der zweite Aspekt von „Design mit Tiefgang“. Nämlich das Kennen des Menschen der hinter dieser Botschaft steht und das Hineinversetzen in die Menschen, die diese Botschaft wiederum interessieren könnte.

Dafür braucht man Zeit, Gefühl, Phantasie und Neugierde. Nur einige Ressourcen, die bei den meisten Werbeagenturen so gut wie nicht vorhanden sind. So viele Kunden wie möglich mit Standardlösungen für viel Geld abzuspeisen ist meiner Meinung nach nicht der eigentliche Sinn der Dienstleistung. Manipulation und Machtgier ebenso wenig.

Deswegen habe ich beschlossen, meine eigene Agentur zu gründen, um wieder Werte und Tiefgang in die Branche zu bringen. Nicht nur aus meinen menschlichen Prinzipien heraus – nein, auch aus Interesse am Beruf an sich.

Den Traum einer kreativen Unternehmensberatung nennt es Amir Kassei, während Hannes Offenbacher nach dem Weg zurück zur ursprünglichen Kreativität sucht. Für mich stellt es aber vielmehr ein Leistungsversprechen an mich selbst dar, meine Arbeit jeden Tag aufs neue kritisch zu betrachten und mir dafür die nötige Zeit zu nehmen.

In Zeiten des Massenkonsums und der Reizüberflutung wird es zunehmend schwieriger, die Öffentlichkeit mit einer Botschaft zu erreichen, der Großteil der Konsumenten ist einfach zu übersättigt. Mit dem Konzept „Design mit Tiefgang“ möchte ich es dennoch möglich machen und meinen Kundinnen und Kunden die Dienstleistungen bieten, die sie auch verdienen. Ihre guten Ideen und interessanten Informationen sollen schließlich die Zielgruppe auch wirklich erreichen.

In diesem Sinne freue ich mich auf eine tiefgehende Zeit, und den Dialog, der mit den neuen Medien so einfach und schnell zu führen ist.

Posted in Grafikatur | Tagged , , , , , , , | 2 Comments